Die Vintage Fabrik im Dreikönigen Viertel

Hört sich irgendwie prächtig an – ist es auch! Besonders prachtvoll ist natürlich das Herzstück des Viertels, die Dreikönigen Kirche. Die Kirche selber wie auch die Straßen und Häuser um sie herum, sind erst um 1909 entstanden, eine klare Analogie zu dem Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel. Besonders in den kleinen Nebenstraßen, wie in der Frings- oder Wenderstraße, die von der Vintage Fabrik zum Stadtpark führen (max.15min Gehminuten bis zum Marktplatz), trifft man nicht selten auf restaurierte Architektur der Gründerzeit wie auch auf klar gegliederte Ziegelbauten der Zwanziger Jahre.

Vielleicht ist es dieser gewisse Retrocharme, den ich direkt in mein Herz geschlossen habe. Klar Vintage Möbel sind cool, trendy und sollten möglichst in irgendwelchen chicen Lofts stehen, aber hier im Hinterhof eines ehemaligen Malerbetriebs, übrigens auch 1908 gegründet, wirken die alten Weichholztische und Kommoden direkt authentisch, als wollten sie sagen „Ja, he jehör ech hin!“.

Ein besonderes Highlight was dieses Gefühl noch unterstreicht, ist der etwas versteckte, aber in direkter Nachbarschaft gelegene Botanische Garten.

Zwischen Bergheimer- und Körnerstraße, also direkt auf der Rückseite der Vintage Fabrik, befindet sich die 1914 angelegte Gartenanlage. Wenn morgens noch kaum Besucher da sind, die die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, fühlt man sich ein bisschen wie in einem verwunschenem Garten, wo bestimmt auch Feen und Zwerge wohnen. „Klein aber fein“, kann man da nur sagen. Der Garten ist auf jeden Fall ein Geheimtipp und einen Blick wert.

Wenn man den Park über die Körnerstraße verlässt und links auf die Weingartstrasse abbiegt, kommt man sogar noch am ältesten Wasserwerk von Neuss (Baujahr 1881) vorbei. Dort hat der Architekt Rudolf Küppers zusammen mit dem Neusser Bauverein Wohnungen und Künstlerateliers geschaffen. Absolut sehenswert!

Auf den Geschmack gekommen? Kommt vorbei, es lohnt sich! ;-)